Aktionsbericht: PEGIDA entgegentreten!

REVOLUTION Sachsen, Neue Internationale 224, November 2017

Das fremden- und asylfeindliche Bündnis PEGIDA wollte am Samstag, dem 28.10.2017, sein 3-jähriges Bestehen durch eine Kundgebung in Dresden auf dem Theaterplatz feiern. Diesem Aufruf folgten schätzungsweise 2500-3500 Menschen, die durch die gewohnte rassistische und nationalistische Propaganda von der Bühne beschallt wurden. Doch diese blieb nicht unwidersprochen.

Im Vorfeld planten zahlreiche Initiativen und Gruppierungen, von Vereinen, der Kirche über das bürgerliche Bündnis „Herz statt Hetze“, der Partei DIE LINKE, der „undogmatischen radikalen Antifa“ (URA) bis hin zur SAV und REVOLUTION, gemeinsam die Durchführung von Gegenprotest.

Zahlreiche antirassistische Veranstaltungen sowie eine gemeinsame Abschlusskundgebung, zu der mehrere von unterschiedlichen Organisationen zu verschiedenen Themen durchgeführte Demonstrationszüge führten, wurden angemeldet. Wir, die unabhängige kommunistische Jugendorganisation REVOLUTION, beteiligten uns an der durch die Partei DIE LINKE, der Linksjugend [’solid] und SAV organisierten Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam für sozialen Fortschritt. Rassismus den Boden entziehen“. Wir erstellten hierzu auch eigene Flyer, mobilisierten vor den Schulen und an der Uni und intervenierten zusammen mit unseren GenossInnen aus Leipzig mit eigenen Transpis, Plakaten und einer Rede.

Wir machten deutlich, dass Sozialabbau nichts mit den Geflüchteten zu tun hat und dass wir die rassistische Spaltung unserer Klasse ablehnen. In unserer Rede betonten wir die Zusammenhänge zwischen Rassismus und Kapitalismus.

Wir waren überrascht von der regen Beteiligung überwiegend Jugendlicher an unserem Demozug. So soll dieser mit über 500 Leuten der größte Demoarm an diesem Tag gewesen sein, und wir können unsere Mobilisierung daher positiv bilanzieren.

Insgesamt beteiligten sich an der Abschlusskundgebung etwa 3000-4000 Menschen und somit war es seit langem mal wieder möglich, etwas mehr GegendemonstrantInnen auf die Straßen zu bringen, als PEGIDA AnhängerInnen mobilisierte.

Wir sind optimistisch, dass die Gegenproteste am 28. Oktober ein guter Schritt in die richtige Richtung waren, und wir werden weiterhin daran arbeiten, diese Aktionseinheit mit aufzubauen.

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