Kommunistischer Studierendenbund, Flugblatt zum Sommersemester 2026, Infomail 1308, 20. April 2026
Im Mai jährt sich der Beginn der Nakba (arabisch: Katastrophe) zum 78. Mal. 1948 wurden Hunderttausende Palästinenser:innen ermordet und vertrieben, ganze Dörfer wurden ausgelöscht. Bis heute können sie nicht in ihre Heimat zurückkehren, bis heute hält die Vertreibung an. Diese findet mit dem Genozid in Gaza und auch mit der Vertreibung von Millionen Menschen im Libanon neue schreckliche Höhepunkte.
Trotz dieser Menschheitsverbrechen unterstützt Deutschland Israel und seine Völkermordspolitik weiter bedingungslos. Der deutsche Staat liefert weiter Unmengen an Waffen, leistet finanzielle und diplomatische Hilfe, unterstützt die israelische Forschung und nutzt israelisches „Know-how“ in Genozid und Apartheid, um die eigene Militarisierung und Repressionen voranzutreiben.Ein zentraler Knotenpunkt für diese Unterstützung ist Hamburg. Hier werden große Teile der Waffen, die an Israel geliefert werden, verschifft. Hier verladen israelische Handelskonzerne ihre Ware aus den besetzten Gebieten. Das heißt aber auch: Hier können wir die Waffenlieferungen stoppen, hier können wir die Lieferkette durchbrechen und gleichzeitig eine Bewegung aufbauen, die die Kraft besitzt die gesamte deutsche Unterstützung für Israel zu zerbrechen. Blockaden und Basisorganisation wie die der Hafenarbeiter:innen in Genua zeigen uns dabei, was möglich ist.
Aus diesem Grund findet vom 09.05–15.05 das Camp „Bridges of Resistance“ in Hamburg statt, das am 16.05 in die bundesweite Großdemonstration „Stop Nakba Now“ münden wird. Das Ziel des Camps ist es dabei zum einem, dass wir uns als Palästina-Bewegung strategisch über Basisorganisierung in Betrieben, Gewerkschaften, an Unis und Schulen Kampfkraft aufbauen. Gleichzeitig wollen wir diesen Kampf mit anderen Befreiungsbewegungen und dem Kampf gegen Rechtsruck und Militarisierung verbinden. Ein Hauptfokus wird hier auf der Organisierung von Logistikarbeiter:innen zur Blockade von Waffenlieferungen wie auf den Aufbau einer Verbindung zur Schulstreik-Bewegung und dem Stärken von Basisorganisation an den Unis liegen! Auch die Kampagne „Academic Boycott Now!“ wird auf dem Camp vertreten sein. Wir als KSB beteiligen uns dabei an der Organisierung sowie der Durchführung des Camps und legen darauf einen Schwerpunkt in diesem Semester. Lasst uns also italienische Zustände nach Deutschland bringen. Lasst uns Arbeiter:innenblockaden, politische Streiks, Bildungsstreiks und Basisorganisation nach Deutschland bringen. Fahrt gemeinsam mit uns vom 09.05 bis zum 16.05 nach Hamburg auf das Camp und auf die Großdemonstration!