Arbeiter:innenmacht

Britannien: Student:innen in Leeds schließen globaler Solidaritätsbewegung an

Scott Woodhouse, Worker Power Britannien, Infomail 1253, 9. Mai 2024

Angesichts der gewaltsamen polizeilichen Unterdrückung von propalästinensischen Student:innendemonstranten in den USA verließen Student:innen der Universität Leeds am 1. Mai, dem Internationalen Kampftag der Arbeiter:innenklasse, die Vorlesungen und errichteten ein Camp vor ihrer Student:innengewerkschaft. Auf den Bannern, die um das Camp herum hingen, war zu lesen: „No Pride in Apartheid!“ (Kein Grund, auf Apartheid stolz zu sein), „No IDF on campus“ (Keine Israelische Sicherheitskräfte auf dem Campus) und „Free Palestine“ (Freiheit für Palästina).

Die Leeds Students Against Apartheid Coalition (Studentische Koalition gegen Apartheid in Leeds) ist ein Bündnis von Student:innen, die gegen die Mitschuld der Universität am Völkermord protestieren.

Ihre Forderungen an die Universität von Leeds sind:

  • Beendigung der Beziehungen zum Rüstungsunternehmen BAE Systems.
  • Beendigung der Partner:innenschaften mit israelischen Universitäten.
  • Keine Kriegsverbrecher:innen auf dem Campus.
  • Gemeinsam mit den Student:innen einstehen für Palästina.

Eine Sprecherin des Camps sagte: „Wir sind hier, um gegen die Kompliz:innenschaft der Universität mit dem israelischen Völkermord zu protestieren. Überall auf der Welt, in Amerika und Großbritannien, steht die Student:innenbewegung an der Spitze der Solidaritätsbewegung zur Befreiung Palästinas. Auf diesem Campus gibt es eine starke Unterstützung von Mitarbeiter:innen und Student:innen.“

Und: „Es hat nicht genug Massenaktionen der Arbeiter:innen gegeben, um den Völkermord an den Palästinenser:innen zu stoppen. Historisch gesehen waren Student:innenbewegungen der Auftakt für Veränderungen. Das haben wir bei den Protesten während des Vietnamkriegs gesehen. Wir sind radikale Student:innen, die protestieren, in der Hoffnung, dass dies zu einer breiteren Arbeiter:innenrevolte führt.“

Das gewaltsame Vorgehen der Polizei an der Columbia University in den USA hat eine Welle von Solidaritätscamps an Universitäten in aller Welt ausgelöst. Es gibt Berichte über ähnliche Zeltlager an den britischen Universitäten von Newcastle, Bristol, Sheffield, Manchester und Swansea.

Die britischen Universitäten bilden ein schwaches Glied in der Kette der zionistischen Kompliz:innenschaft, denn sie verlassen sich auf ein freundliches Markenimage und Umfragen zur Zufriedenheit der Student:innen, um Bewerber:innen anzuziehen. Student:innen und Mitarbeiter:innen der Universitäten sollten sich zusammenschließen und lokale Aktionsräte organisieren, um die Gewerkschaften und andere Befreiungsbewegungen einzubeziehen, die an die rassistischen Angriffe auf Migrant:innen durch das Ruanda-Gesetz zur schnelleren Abschiebung von Mitgrant:innen anknüpfen. Die britischen Universitäten zu Zugeständnissen zu zwingen, kann ein Schlag sein, der die imperialistische Weltordnung untergräbt, die die völkermörderischen Kriegsverbrechen des rassistischen israelischen Staates gegen die Palästinenser:innen aufrechterhält.

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