Alex Zora, Infomail 1317, 25. August 2026
Im Mai war Donald Trump zu Gast in China. Es war der erste Staatsbesuch eines US-Präsidenten in China seit fast 10 Jahren und der erste Staatsbesuch, seit Trump 2018 einen Handelskrieg gegen China gestartet hat, der bis heute anhält. Den von vielen bürgerlichen Kommentator:innen erhofften Durchbruch in den Beziehungen brachte das Gipfeltreffen zwischen Xi und Trump aber eindeutig nicht. Der Krieg gegen den Iran und die unterschiedlichen Krisen in Westasien (Gaza, Westjordanland, Libanon, Syrien usw.) beschäftigen in den letzten Monaten sowohl die bürgerlichen Medien wie auch die Außenpolitik von Brüssel und Washington um einiges mehr als das Verhältnis zu China. Dabei hat sich China in den letzten Jahren ganz klar zur zweitwichtigsten Großmacht entwickelt, die den USA immer mehr den Rang ablaufen möchte. Wie weit dieser Prozess vorangeschritten ist, wollen wir in diesem Artikel kurz beleuchten, sowie eine allgemeine Einschätzung dieser einzigartigen, „kommunistisch“ geführten, imperialistischen Weltmacht geben.
China stellt im globalen Kapitalismus mit Sicherheit eine gewisse Ausnahmeerscheinung dar. Auf der einen Seite ist es eines der wenigen Länder, die den Weg von einem halbkolonialen Land (oder besser gesagt den Bruchstücken eines Landes) über eines von Beginn an degenerierten Arbeiter:innenstaates hin zur imperialistischen Großmacht geschafft haben. Auf der anderen Seite sind die Überbleibsel der stalinistischen[1] Herrschaft bis heute entscheidend für seinen Erfolg im globalen kapitalistischen Wettbewerb. Die Bürokratie der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) heute schafft es besser, die Gesamtinteressen des chinesischen Kapitals zu vertreten (auch gegen einzelne Kapitalist:innen), als es die herrschende Klasse in Europa oder den USA bewerkstelligen kann. Wir haben hier nicht den Platz, die Entwicklung der kapitalistischen Restauration in China nachzuzeichnen, sondern empfehlen dafür den Artikel „Von Mao zum Markt“ in Revolutionärer Marxismus Nr. 39[2]. Spätestens mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO[3] im Jahr 2001 sollte aber für alle nüchternen Betrachter:innen klar sein, dass sich China dem Wertgesetz am kapitalistischen Weltmarkt unterordnet. Diese Tatsache sehen wir auch daran, dass die Verfassung Chinas schrittweise an die „sozialistische“ Marktwirtschaft angepasst wurde[4] oder auch daran, dass seit mehr als 20 Jahren auch für Kapitalist:innen explizit die Mitgliedschaft in der KPCh ermöglicht wurde[5].
Insbesondere in diesem Jahrhundert konnten wir sehen, dass China eine immer dominantere Rolle im internationalen kapitalistischen Wettbewerb einnimmt. Unter den 500 größten Unternehmen der Welt liefern sich die USA und China seit Jahren ein Match darum, welches Land die meisten Großunternehmen hat. China hat insbesondere seit der Finanzkrise 2008/09 seine Stellung gegenüber den anderen imperialistischen Großmächten stärken können. 2009 löste China Deutschland als Exportweltmeister ab[6], ebenfalls 2009 wurde China der größte Handelspartner Afrikas[7], 2010 wurde Japan als zweitgrößte Nationalökonomie abgelöst[8]. Dieser dynamische Aufstieg lässt sich wohl am besten daran ablesen, dass China – trotz sinkender Wachstumsraten im letzten Jahrzehnt – das Land war, das mit Abstand am meisten zum globalen Wirtschaftswachstum beigetragen hat. Auf China entfielen 26,6 %, auf Indien 17,0 % und auf die USA 9,9 %[9]. Das einzige EU-Land in den Top 10 ist Deutschland mit 0,9 %.
Aber Chinas Einfluss ist nicht nur rein wirtschaftlich stark gestiegen. Auch politisch, diplomatisch und militärisch hat China seine Macht ausweiten können. 2017 eröffnete China feierlich seine erste Militärbasis im Ausland in Dschibuti am Horn von Afrika. In unterschiedlichen internationalen Organisationen (BRICS, Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, …) spielt China eine zentrale Rolle und insbesondere Russland begibt sich seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine mehr und mehr in eine finanzielle und ökonomische Abhängigkeit von China.
Der einzig verbliebene Konkurrent für China sind die USA, die China zwar immer stärker einholt, aber nichtsdestotrotz in einigen wichtigen Bereichen (insbesondere militärisch) bisher nicht die Stirn bieten kann.
Die Vereinigten Staaten waren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die uneingeschränkte Weltmacht. Die EU war damals noch der zweitwichtigste imperialistische Block, hat diese Position aber einbüßen müssen und befindet sich heute de facto in einer wirtschaftlichen Stagnation[10]. Vor der globalen Wirtschaftskrise 2008 hatte die EU noch einen Anteil von 25,4 %[11] an der globalen Wirtschaftsleistung, heute ist dieser Anteil auf 14,7 %[12] gesunken.
Ein vergleichbarer wirtschaftlicher Einbruch ist den USA zwar erspart geblieben (2008: 23 %, 2024: 26,3 %), aber China verzeichnet nichtsdestotrotz von Jahr zu Jahr bessere Wachstumsraten als die USA. Die Frage ist jetzt, wann wir davon sprechen können, dass China die USA als Weltmacht ablösen wird. Diese Frage lässt sich nicht allein auf wirtschaftliche Indikatoren reduzieren. Da nationale Bourgeoisien natürlich auch vermittelt über ihre jeweiligen Staaten miteinander in Konkurrenz stehen und die Ökonomie immer auch durch Politik bestimmt wird, sind Faktoren wie militärische Vormachtstellung, Absicherung von Handelsrouten sowie politisch-diplomatische Beziehungen ebenso entscheidende Faktoren wie die rohe Wirtschaftsleistung. Selbst wenn China also in den nächsten Jahren die USA wirtschaftlich einholen würde, würde das noch nicht unmittelbar die Ablösung der USA als globalem Hegemon bedeuten.
Im Zeitalter des industriellen Kapitalismus haben wir nur ein einziges Mal erleben können, wie ein in die Jahre gekommenes Imperium (Großbritannien) durch ein anderes Land (USA) als Weltmacht abgelöst wurde. Die Tatsache, dass das ohne einen direkten militärischen Konflikt zwischen alter und neuer Macht geschehen konnte, sollte uns aber nicht allzu optimistisch für die heutige Situation stimmen. Vielmehr ist diese Tatsache weitgehend darauf zurückzuführen, dass sich beide in zwei Weltkriegen auf derselben Seite wiederfanden und die USA darüber hinaus essentiell waren, dem britischen Imperialismus das Überleben zu sichern – insbesondere auch mit Hilfe von Krediten, die den britischen Imperialismus in eine finanzielle Abhängigkeit von Washington brachten.
Die Herausforderung durch China hat eine andere Qualität als alles andere, das wir seit Ende des 2. Weltkriegs erlebt haben. Der Höhenflug der japanischen Wirtschaft von den 1970er bis 1990er Jahren war zwar auch mehr als beachtlich[13], aber Japan konnte sich nie aus der militärischen und politischen Dominanz der USA befreien. China dagegen ist eine eigenständige Nuklearmacht[14] mit den zweitgrößten Militärausgaben der Welt, deren interne politische Abläufe, Machtdynamiken und Entscheidungsfindungsprozesse nahezu undurchschaubar für den Westen sind.
Es ist aber auch klar, dass China die USA nicht einfach durch ein stetiges Wachstum seines Einflusses irgendwann als Weltmacht ablösen wird können. Dem US-Imperialismus stehen nicht nur Militärbasen auf dem ganzen Globus zur Verfügung, die USA geben auch um ein Vielfaches mehr Geld als China für ihr Militär aus. Die NATO und auch andere militärische Bündnisse der USA sind zwar am Bröckeln, aber stellen weiterhin einen wichtigen Faktor für den Status der USA als globalem Hegemon dar. Ein ähnlich großes Problem ist der Dollar. Er ist weiterhin die globale Leitwährung und Pekings Währung, der Yuan, liegt weit abgeschlagen noch deutlich hinter anderen wichtigen Währungen wie Euro oder Yen[15].
Wir können also davon ausgehen, dass die Entwicklungsdynamik zwischen China und den USA auch in den nächsten Jahren weiter bestimmend für den globalen Kapitalismus sein wird. Wie genau dieser Konflikt „gelöst“ wird, ist nicht absehbar, aber er wird nur durch eine qualitative Änderung der Situation in ein neues Gleichgewicht gebracht werden können. Das würde notwendigerweise große Verwerfungen oder sogar eine direkte militärische Auseinandersetzung bedeuten.
Die erste Trump-Regierung 2017-2020 war von einem stetigen Handelskrieg mit China geprägt. Beginnend mit 2018 schraubte Trump Einfuhrzölle auf diverse Produkte – nicht ausschließlich aus China – nach oben. China reagierte mit Zöllen auf US-amerikanische Importe. Nachdem sich die Demokratische Partei in der Öffentlichkeit in Opposition zu dieser Politik positioniert hatte, stellte sich die Frage, wie die Biden-Regierung ihre Politik gegen China gestalten würde. Spätestens nach der Regierungsübernahme durch Biden wurde klar, dass die Politik der US-amerikanischen herrschenden Klasse in weiten Teilen konsensual war und der Kurs gegenüber China blieb weitgehend identisch zur Ausrichtung von Trump 1. Die Zölle gegen China wurden beibehalten und die Verschiebung des militärischen, diplomatischen und politischen Fokus auf den „Indo-Pazifik“ (der geopolitische Raum rund um China) blieb gleich. Darüber hinaus wurden – insbesondere im Hochtechnologiebereich (Chips, AI usw.) – neue Handelsbeschränkungen durch die Biden-Regierung aufgebaut.
Trumps zweite Amtszeit lässt sich bisher in Bezug auf China in zwei Phasen teilen. Die erste Phase war der Versuch einer Ausweitung und Intensivierung des Handelskriegs aus seiner ersten Amtszeit. Mit April („Liberation Day“) erließ die Trump-Regierung Zölle auf nahezu alle Staaten der Welt. China war eines der wenigen Länder, das von seiner Seite aus mit Schutzzöllen reagierte, woraufhin die USA neue Zölle nachlegte. Innerhalb kürzester Zeit schraubten sich die gegenseitigen Zölle auf über 100 % hinauf[16]. Da dies den vermutlich vollständigen Kollaps der Handelsbeziehungen bedeutet hätte, musste die Trump-Regierung auf Druck von wichtigen Sektoren des Kapitals einen Rückzieher machen und setzte die Zölle aus. Nach einer weiteren, kurzfristigen Eskalation im Sommer letzten Jahres, die von Seiten Chinas mit Ausfuhrbeschränkungen auf Seltene Erden beantwortet wurde, setzte dann die zweite Phase der aktuellen Trump-Regierung ein. Wirtschaftlich wurde gegenüber China seitdem nicht mehr auf blinde Eskalation gesetzt und gleichzeitig verschob sich der politische und militärische Fokus der USA auf ihre unterschiedlichen außenpolitischen Abenteuer (Venezuela, Iran, Kuba). Diese hatten zwar auch den erwünschten Nebeneffekt, mit Venezuela und dem Iran geopolitische Verbündete Chinas zu treffen, die noch dazu in Bezug auf Erdöl wichtige Handelspartner von China waren, aber insbesondere der bis dato erfolglose Krieg gegen den Iran zwang die USA in den letzten Monaten dazu, mehr und mehr militärische Ressourcen nach Westasien zu verlegen.
Mitten in den Krieg mit dem Iran fiel dann der lange angekündigte Besuch von Trump in China im Mai. Einige bürgerliche Journalist:innen hatten spekuliert, inwiefern das Treffen mit Xi einen diplomatischen Durchbruch bringen könnte, aber am Ende blieb wenig Konkretes übrig. China erklärte, dass 200 Flugzeuge von Boeing gekauft werden sollten[17], und Trump hob im Gegenzug dazu für10 chinesische Konzerne die Einfuhrbeschränkungen von H200 NVIDIA Chips, die insbesondere für Rechenzentren relevant sind, auf. Darüber hinaus wurden vermutlich nur Absichtserklärungen geäußert, insbesondere in Bezug auf das Zollregime zwischen den beiden Ländern.
Es ist fast schon erstaunlich, wie ereignislos der Gipfel verlief. Immerhin fand er während einer Zeit statt, in der die Straße von Hormus nahezu vollkommen für den Schiffsverkehr geschlossen war. China selbst bekommt mehr als ein Drittel der gesamten Erdölexporte, die die Straße von Hormus verlassen[18]. China musste deshalb recht bald nach Beginn des Krieges seine Erdölimporte von noch 50 Millionen Tonnen im März auf unter 30 Millionen Tonnen im Juni reduzieren[19], ein Kraftakt, den kaum eine andere Volkswirtschaft ohne relevanten wirtschaftlichen Einbruch vollziehen könnte[20]. In einer Situation der enormen Angebotsverknappung hatte diese Reduktion der Nachfrage aufgrund der Tatsache, dass China der größte Erdölimporteur ist, eine stark stabilisierende Auswirkung auf den globalen Ölpreis. China rettete damit viele Länder – insbesondere auch in Europa und Amerika – davor, einen noch größeren Preisschock bei fossilen Brennstoffen auf ihre Volkswirtschaften zu erleiden.
Damit offenbarte China auch seine strategische Ausrichtung auf einen möglichst stabilen Weltmarkt, um auf diesem seine eigenen Vorteile bestmöglich nutzen zu können. Im Gegensatz zu den USA, deren Position als Hegemon wackelt und die oft engstirnig und ideologisch motiviert in das politische Geschehen einzelner Länder eingreifen und so versuchen, ihre tendenzielle Schwäche am Weltmarkt auszugleichen (und teilweise das Gegenteil damit erreichen), macht China in Bezug auf seine Handelsbeziehungen zumeist kaum eine Unterscheidung in Bezug auf die ideologische oder politische Orientierung der jeweiligen Länder. China agiert unter dem Primat des internationalen Wettbewerbs und der Profitmaximierung und nicht nach kurzfristigen, ideologischen Überlegungen. Das zeigt sich auch darin, dass es beispielsweise die Verabschiedung von Trumps „Friedensplan“ für Gaza durch den UN-Sicherheitsrat ermöglichte[21] oder Trump in China hofierte, während dieser einen Angriffskrieg durchführte – eine Tradition, die an den Staatsbesuch von Nixon bei Mao während des Vietnamkriegs erinnert.
Der Krieg gegen den Iran nimmt mit Sicherheit einen anderen Verlauf, als es sich die entscheidenden Köpfe in der Trump-Regierung, und mit Sicherheit auch Trump selbst, erwartet hatten. Statt einer Wiederholung der venezolanischen Erfahrung zieht sich der Konflikt jetzt schon seit vielen Monaten ohne ein klar absehbares Ende. Das ist eine strategische Katastrophe für alle in der Trump-Regierung und den US-Streitkräften, die eigentlich eine Ausrichtung auf China und den Pazifik sehen wollen. Am Anfang des Krieges verlegten die USA THAAD-Abwehrraketensystem von Südkorea nach Westasien[22]. Nach einigen Monaten Krieg hat sich auch das US-amerikanische Arsenal an Abfangraketen empfindlich reduziert, sowohl THAAD wie auch Patriot-Raketen sind so stark verbraucht[23], dass das ein ernsthaftes Problem für die US-Kriegsführung bedeutet.
Aktuell läuft in den USA hinter den Kulissen eine Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Fraktionen der Herrschenden. Auf der einen Seite gibt es die Fraktion, die den Iran-Krieg für eine unnötige Ablenkung vom eigentlichen strategischen Konkurrenten – China – hält. Auf der anderen Seite stehen jene, die entweder aus religiös-fanatischer Sicht an die strategische Wichtigkeit von Israel glauben (wie Kriegsminister Hegseth[24]) oder versuchen, den Krieg gegen den Iran als einen strategischen Schlag gegen die geopolitische Achse China-Russland-Iran zu verstehen. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass irgendwann die ökonomischen Interessen des US-amerikanischen Gesamtkapitals hierbei den Unterschied machen werden und sich eine Refokussierung auf die Auseinandersetzung mit China durchsetzen wird.
Ungeachtet dessen, welche Wendungen der Krieg auch noch nehmen wird, stellt er schon jetzt in gewissem Maß eine strategische Niederlage des US-Imperialismus dar. Die USA werden auf jeden Fall den Krieg nicht mit großem militärischen Prestige beenden und auch entscheidende militärische Ressourcen für die Kriegsführung im 21. Jahrhundert wurden durch den Krieg empfindlich geschwächt. Deshalb ist zu erwarten, dass sich der Konflikt mit China in den nächsten Monaten vermutlich eher auf der ökonomischen Ebene abspielen wird. Selbst wenn die Debatte rund um (Gegen-)Zölle auch in den letzten Monaten abgenommen hat, gab es trotzdem weiterhin wichtige Auseinandersetzungen. Die betreffen auf der einen Seite die strategische Bedeutung von Chips für Rechenzentren, deren modernste Ausführung zumeist Einfuhrbeschränkungen nach China unterliegt oder auch allgemeine Fragen der Re-Strukturierung von Produktionsketten weg von China.
Dass China aber mittlerweile auch immer mehr dazu in der Lage ist, selbst modernste Hochtechnologieprodukte herzustellen – auch wenn es noch deutlich hinter den Weltmarktführern von TSMC oder NVIDIA zurückbleibt – stellt diese Strategie aber mittelfristig in Frage. Eine Strategieänderung wird deshalb früher oder später zu erwarten sein.
Für revolutionäre Kommunist:innen sind die Aufgaben in dieser Situation klar. Auf der einen Seite müssen alle militaristischen Mobilisierungen gegen China zurückgewiesen werden. Für uns steht der Hauptfeind klar im eigenen Land und alles Gerede von einer angeblichen systemischen Konkurrenz zwischen „Autoritarismus und Demokratie“ sind im Angesicht der autoritären Entwicklungen unter Trump, wie auch innerhalb Europas, nur Rechtfertigungsideologien für die Verteidigung der Interessen der Herrschenden. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch als Internationalist:innen klar machen, dass China in keinster Weise eine „progressive“ Seite innerhalb der imperialistischen Konkurrenz vertritt und auch kein „kleineres Übel“ ist. Wir wollen internationale Solidarität und insbesondere auch eine internationale Organisation aufbauen, die die Ausgebeuteten und Unterdrückten auf der ganzen Welt in einem gemeinsamen Kampf gegen Militarismus, Aufrüstung und Krieg vereinigt!
[1] Mit „Stalinismus“ bezeichnen wir einerseits die Herrschaft der Bürokratie in einem degenerierten Arbeiter*innenstaat, andererseits eine spezifische, historische Entstellung kommunistischer Politik im Interesse dieser Bürokratie.
[2] https://arbeiterinnenmacht.de/2018/02/28/von-mao-zum-markt-wie-die-chinesische-kp-den-kapitalismus-zurueck-holte/
[3] Die Regeln der WTO schreiben im Großen und Ganzen ein Agieren in einem „fairen“ internationalen Wettbewerb fest. Beispielweise nimmt es China die Möglichkeit seinen Außenhandel nach politischen Kriterien zu bestimmen (eine Regel, die insbesondere die Trump Regierung in den letzten Jahren stark in Frage gestellt hat) oder zwingt China dazu seine vertraglich eingegangenen Beziehungen zu anderen kapitalistischen Ökonomien konsequent einzuhalten.
[4] „Artikel 11: Die an den Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gebundenen, nicht auf Gemeineigentum beruhenden Wirtschaftssektoren der Individualwirtschaft und der Privatwirtschaft sind wichtige Bestandteile der sozialistischen Marktwirtschaft.
Der Staat schützt die gesetzmäßigen Rechte und Interessen des nicht-öffentlichen Sektors der Wirtschaft ebenso wie die des individuellen und privaten Sektors der Wirtschaft. […]“ https://www.verfassungen.net/rc/index2.htm
[5] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1043951X20300286
[6] https://www.derstandard.at/story/1304554157849/weltmeister-chinas-exporte-erreichen-neues-rekordhoch
[7] https://www.dw.com/de/was-bedeutet-chinas-nullzollregelung-f%C3%BCr-afrika/a-77264587
[8] https://www.citeco.fr/10000-years-history-economics/contemporary-world/china-becomes-the-worlds-second-largest-economic-power-by-gdp-in-current-dollar-terms
[9] https://tribuneonlineng.com/2026-top-10-contributors-to-global-real-gdp-growth/
[10] https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-euro-indicators/w/2-05062026-ap
[11] https://www.visualcapitalist.com/ranked-the-top-6-economies-by-share-of-global-gdp-1980-2024/
[12] https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-eurostat-news/w/wdn-20250326-1
[13] Am Höhepunkt im Jahr 1995 war die japanische Wirtschaftsleistung ähnlich nahe zu den USA aufgeschlossen wie es China heute ist.
[14] In den letzten Jahren investirte China darüber hinaus massiv in seine Nuklearstreitkräfte und verdoppelte seine Nuklearsprengköpfe innerhalb kürzester Zeit.
https://thebulletin.org/premium/2026-07/chinese-nuclear-weapons-2026/
[15] https://www.bis.org/press/p250930.htm
[16] https://www.china-briefing.com/news/us-china-tariff-rates-2025/
[17] https://www.bbc.com/news/articles/c98rjydlgp4o
[18] https://energynow.com/2026/03/charted-oil-trade-through-the-strait-of-hormuz-by-country-visual-capitalist/
[19] https://www.cnbc.com/2026/08/07/china-crude-imports-july-hormuz-iran-war-.html
[20] Die Ursachen dafür sind sicher vielfältig, aber Chinas riesige strategische Ölreserven dürften eine entscheidende Rolle gespielt haben. Genaue Zahlen darüber sind nicht bekannt, aber vermutlich hat China mehr strategische Ölreserven als alle anderen Länder der Welt zusammen genommen.
[21] https://news.un.org/en/story/2025/11/1166391
[22] https://www.theguardian.com/world/2026/mar/11/redeployment-us-missiles-thaad-south-korea-middle-east-seoul-iran
[23] https://www.csis.org/analysis/renewed-iran-war-would-test-diminished-interceptor-inventories
[24] https://apnews.com/article/pete-hegseth-pentagon-christian-nationalism-iran-war