Arbeiter:innenmacht

Stoppt das Massaker in Kaschmir!

Schluss mit staatlicher Unterdrückung! Freilassung aller politischen Gefangenen!

Aufhebung der Blockade von Kaschmir!

Revolutionary Socialist Movement (RSM; Pakistan), 28. Juli 2026, Infomail 1316, 29. Juli 2026

Als Teilnehmer:innen des friedlichen „Langen Marsches“ nach Muzaffarabad, zu dem das Joint Awami Action Committee aufgerufen hatte, in Rawalakot eintrafen, gerieten sie unter wahllosen Beschuss durch paramilitärische Einheiten und Sicherheitskräfte. Nach bisherigen Berichten wurden mindestens 21 Demonstrant:innen getötet und viele weitere verletzt. Die Sicherheitskräfte schießen weiterhin auf friedliche Demonstrant:innen, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen wird.

Seit 57 Tagen führen die Menschen in Kaschmir friedliche Proteste, Sitzstreiks und Demonstrationen durch. Während dieser Zeit haben wiederholte Angriffe des Staates auf Demonstrant:innen bislang mehr als 70 Menschen das Leben gekostet, während Hunderte verletzt und zahlreiche Personen festgenommen wurden. Gleichzeitig steht Kaschmir weiterhin unter Blockade, was zu schwerwiegenden Engpässen bei Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern führt und das Leben unzähliger Menschen gefährdet.

Immer wieder hat der pakistanische Staat Scheinverhandlungen als Vorwand genutzt, um lediglich Zeit zu gewinnen, bevor er weitere Repressionen entfesselte. Die am 27. Juli beginnenden Wahlen sind nichts weiter als eine politische Farce. Anstatt den demokratischen Willen des Volkes widerzuspiegeln, zielen sie darauf ab, die Massenbewegung zu spalten und die bestehende Unterdrückungsordnung aufrechtzuerhalten. Aus diesem Grund hatte das Joint Awami Action Committee bereits zu einem Wahlboykott aufgerufen – ein Aufruf, der unter der Bevölkerung Kaschmirs breite Unterstützung gefunden hat.

Wir rufen Arbeiter:innen, Gewerkschaften, Studierende, Frauenorganisationen und Menschenrechtsorganisationen in ganz Pakistan und weltweit dazu auf, dieses brutale Massaker zu verurteilen. Der Kampf der Bevölkerung Kaschmirs ist ein Kampf gegen Besatzung, Unterdrückung und Ausbeutung.

Wir fordern vom pakistanischen Staat:

  • sofort jeglichen Beschuss friedlicher Demonstrant:innen einzustellen und alle Formen staatlicher Unterdrückung zu beenden;
  • das andauernde Massaker und die Operationen gegen die Bevölkerung Kaschmirs einzustellen;
  • das Verbot des Joint Awami Action Committee sofort aufzuheben;
  • alle politischen Gefangenen, inhaftierten Demonstrant:innen und Aktivist:innen des Joint Awami Action Committee unverzüglich und bedingungslos freizulassen;
  • die Blockade Kaschmirs unverzüglich aufzuheben und die uneingeschränkte Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und allen anderen lebensnotwendigen Gütern zu gewährleisten;
  • alle demokratischen Rechte wiederherzustellen, einschließlich der Versammlungs-, Demonstrations-, Organisations- und Meinungsfreiheit.
  • Stellt alle zur Rechenschaft, die für die Tötungen, Schüsse, willkürlichen Verhaftungen und andere Akte staatlicher Unterdrückung verantwortlich sind!

Wir rufen die Arbeiter:innenklasse, die Gewerkschaften, Bäuer:innenorganisationen, Student:innenorganisationen, Frauenbewegungen und alle demokratischen Kräfte in Pakistan, Kaschmir und international dazu auf, sich aktiv solidarisch mit der Bevölkerung Kaschmirs zu zeigen, indem sie Demonstrationen, Solidaritätsaktionen, öffentliche Versammlungen, Resolutionen am Arbeitsplatz und andere koordinierte Kampagnen gegen dieses Massaker organisieren.

Wir fordern eine unabhängige, transparente und öffentliche Untersuchung des andauernden Massakers, der staatlichen Repression, der außergerichtlichen Tötungen, der willkürlichen Verhaftungen und aller Verletzungen der demokratischen Rechte und Menschenrechte in Kaschmir. Eine solche Untersuchung darf nicht dem pakistanischen Staat oder seinen Institutionen anvertraut werden. Stattdessen sollte sie von einer unabhängigen Arbeiter:innen-Untersuchungskommission durchgeführt werden, die sich aus Vertreter:innen von Gewerkschaften, Arbeiter:innenorganisationen und Volksbewegungen aus Kaschmir, Pakistan und der ganzen Welt zusammensetzt, um sicherzustellen, dass die Wahrheit nicht verschleiert werden kann und die Verantwortlichen sich der Justiz nicht entziehen können.

Wir rufen ferner die internationale Gewerkschaftsbewegung, Arbeiter:innenorganisationen, Menschenrechtsorganisationen und alle fortschrittlichen und revolutionären Kräfte dazu auf, ihre aktive Solidarität mit dem Kampf des kaschmirischen Volkes zum Ausdruck zu bringen, die brutale staatliche Repression und das Massaker unmissverständlich zu verurteilen und internationalen Druck zu mobilisieren, um dieser Gewalt unverzüglich ein Ende zu setzen.

Die Revolutionary Socialist Movement verurteilt dieses staatliche Massaker unmissverständlich und ruft die Arbeiter:innen, die Jugend und die unterdrückten Menschen in Pakistan und Kaschmir dazu auf, einen gemeinsamen Kampf gegen die staatliche Unterdrückung zu organisieren.

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