Arbeiter:innenmacht

Inflation: Ein Gespenst geht wieder um

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Jürgen Roth, Neue Internationale 300, Mai 2026

Die wechselseitigen Blockaden der Meerenge von Hormus durch die USA und den Iran werfen viele Fragen auf: Sind sie allein für die Preissteigerungen verantwortlich? Wen treffen diese? Und schließlich: Wie kann die Arbeiter:innenklasse die Inflation wirksam bekämpfen?

Kein Kamel geht durchs Nadelöhr

Die Kamele sind in diesem Fall Tanker mit Öl- und Gasprodukten, das Nadelöhr ist die Straße von Hormus. Diese passieren zwischen 20 und 30 % der weltweiten Öl- und 25 % der Gasförderung. Sie lässt sich durch vermehrte Durchleitung durch Pipelines aus den Golfstaaten bestenfalls um ein Viertel der Mengen ersetzen. Zudem steigen die Versicherungsprämien für die Reedereien rapide – für Schiffe, die dort vor Anker liegen. Dahin fahren außerdem auch kaum noch welche.

Betroffen sind vor allem Länder Afrikas und Asiens. Marokko, Tunesien, Angola, Nigeria und Südafrika leiden besonders. Dazu zählt auch Ägypten, dem zunehmend die Passagegebühren durch den Suezkanal fehlen. Nigeria besitzt zwar die größte und modernste Raffinerie des Kontinents, doch diese ist chronisch unterausgelastet, weil das Land aufgrund seiner enormen Verschuldung Rohöl exportieren muss, das der Veredelung zu Benzin und Diesel zuhause fehlt. Diese muss es teuer importieren – dem Imperialismus im Allgemeinen und dem IWF im Besonderen sei Dank! Angola ist zwar auch Ölproduzent, aber seine Raffineriekapazitäten sind gering und altersschwach.

Profitieren vom aktuellen Engpass tut dagegen Algerien. Dies betrifft auch Aserbaidschan in Asien. Aber nahezu alle anderen Länder sind Verlierer, darunter auch China, Indien, Japan, von kleineren ganz zu schweigen. So wurde auf den Philippinen bereits der Notstand ausgerufen, vielerorts wurde eine 4-Tagewoche für Beamt:innen eingeführt, Scharen von Binnenmigrant:innen kehren aufs Land zurück. Überweisungen von Beschäftigten aus den Golfstaaten werden geringer – dort arbeiten allein 10 Millionen Inder:innen. Dies alles trifft mehr oder weniger die Bevölkerungen Pakistans, Sri Lankas, Vietnams und Südkoreas.

Verantwortliche Preistreiber:innen …

Uns wollen die Medien weismachen, die Lieferstockung sei verantwortlich für die Benzinpreissteigerungen in Deutschland. Während aber afrikanische und asiatische Länder bis zu 90 % Öl und Gas von der Arabischen Halbinsel und aus dem Iran beziehen, trifft dies hier überhaupt nicht zu. Schuld an den Preissteigerungen muss also wer anders sein. Sind es Scheichs? Die gibt’s bekanntlich in den Niederlanden, Norwegen und Großbritannien nicht. Die beiden Lügen – es ist die Meerenge, es sind die Scheichs – haben also ganz kurze Beine!

Im Sektor der fossilen Energieträger dominieren Riesenkonzerne mit Sitz zumeist in Europa und den USA. Die Branche weist von allen wahrscheinlich die höchste Weltmarktintegration auf. Natürlich kassieren die Besitzer:innen an Grund und Boden, auf dem diese fördern, einen Anteil am dort erwirtschafteten Profit – die sogenannte Grundrente. Aber so wie der Kapitalismus auch ohne diese funktionieren könnte, so keineswegs umgekehrt, wie schon Marx treffend bemerkte.

Dank ihrer Weltmarktbeherrschung und durch nichts übertroffenen wasserdichten Monopolstruktur können sie bei einem Angebotsschock, wie er zur Zeit der Coronapandemie existierte und jetzt wieder eingetreten ist, bei gleicher Produktion Übergewinne einfahren. Das heißt, hier regelt dann der Spotmarkt den Preis, ähnlich wie an der Leipziger Strombörse, nur dass dieser im Gas- und Ölgeschäft stets die höchsten aufweist (Merit-Order-Prinzip).

Niemand weiß, wie lange die Blockade der Meeresstraße noch anhalten wird, sicher ist aber, dass die Inflation sich durch die Lieferketten fressen wird. Betroffen sind Düngemittel, chemisch-pharmazeutische Produkte und in der Folge Nahrungsmittel, darunter Getreide und Kartoffeln. Der statistische Warenkorb beschönigt die Inflation zuungunsten der Verbraucher:innen aus der Arbeiter:innenklasse und sonstigen Armut, deren Einkommen dafür überproportional draufgehen. So liegt seit 2020 deren Preissteigerung stets über dem Durchschnitt. Dieser Trend in den Lieferketten dürfte laut Schätzungen mindestens ein Jahr nach dem Ende der Ursachen anhalten.

… nicht nur bei Gas und Öl!

Seitdem die Währungen überall nicht mehr durch Gold gedeckt sind (Fiat-Geld), bleibt die Inflation eine Konstante. Ihre Ursache sind weder steigende Nachfrage durch hohe Löhne oder Staatsausgaben, wie die keynesianische Wirtschaftslehre behauptet, noch eine Politik des lockeren Geldes, wie es uns die Wirtschafts„weisen“ der anderen großen bürgerlichen Schule der Nationalökonomie, der neoklassisch-monetaristischen Fakultät, nahelegen wollen.

Eine Abnahme der Mehrwertproduktion in Gestalt von Konjunktureinbrüchen löst dann Inflation aus, wenn sie nicht von einer proportionalen Geldmengenabnahme begleitet ist. Über Jahre führte die Zentralbankenpolitik des lockeren Geldes (quantitative easing) nicht zur Inflation, was die Monetarist:innen widerlegt. Umgekehrt (quantitative tightening) richtet sie nichts aus, wenn die Warenproduktion im Keller verharrt. Und während des Coronaangebotsschocks blieb der Anteil des Warenkorbs mit über 3-%igen Preissteigerungen in den großen Volkswirtschaften weit über dem Durchschnitt der Jahre 2014–2019. In Großbritannien und der Eurozone verdoppelte er sich sogar. Die Keynesianer:innen machten „exzessive Lohnzuwächse“ dafür verantwortlich. Doch die Reallöhne verdoppelten sich zwar zwischen 1940 und 1970, stagnieren aber seit den 1980er Jahren.

Der Druck durch die Unterbrechung und Umgestaltung der Lieferketten zeichnete sich schon vor den Ereignissen in der Straße von Hormus ab (Schutzzollpolitik, Embargo). In den USA stiegen ab Anfang 2025 die Preise für die Produkte, die unter o. a. Kerninflation fallen, um 10,6 %.

Daran haben Gas, Öl und Mullahs keinen bzw. keinen alleinigen Anteil! Im Gegenteil: Die Stärke des US-Dollars beruht zu einem Gutteil auf der Kontrolle weltweiter Ölströme, die in dieser Währung fakturiert werden. Als Petrodollars gelangen sie wieder als Investitionen in die US-Wirtschaft zurück. Das Erstarken gegenüber asiatischen Währungen und die aktuelle Schwächung der Golfstaaten kann aber zweierlei Folgen haben und diese Entscheidung rückt immer näher: entweder weitere Stärkung des US-Dollars als Fluchtburg des internationalen Finanzkapitals oder Rückzug daraus im Interesse Chinas und Russlands!

Die Ereignisse seit dem Gazakrieg blamieren damit eine ganze Reihe linker „Expert:innen“, die sich zur Prognose verstiegen, der ölreiche Nahe und Mittlere Osten seien für die USA immer weniger interessant und damit auch die Parteinahme für Israel, weil die Vereinigten Staaten durch Frackinggas und Schieferöl in den eigenen Landen „unabhängig“ von Importen geworden sei. Wenn der Weltmarkt ausschließlich der Selbstversorgung diente, wäre er aber ein Kinderkaufladen und kein Tummelplatz für die Verwertung des internationalen Finanzkapitals!

Von einer Regierung und Opposition, die auszog, die Inflation das Fürchten zu lehren

Eine Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel auf 17 Ct. pro Liter für 2 Monate und die Möglichkeit für Arbeit„geber“:innen, ihren Beschäftigten 1.000 steuerfreie Entlastungsprämie zu gewähren, hat das Bundeskabinett just beschlossen. Bezüglich der Entlastungsprämien äußerte sich bereits der BDA negativ. Er hält es vielmehr für ehrlicher, der Bevölkerung reinen Wein einzuschenken: sie solle sich darauf vorbereiten, ihren Lebensstandard drastisch einzuschränken. Rentner:innen, Bürger- und Arbeitslosengeldbezieher:innen sowie Beschäftigte des öffentliche Dienstes gehen leer aus, während andere auf die Freiwilligkeit ihrer Chef:innen hoffen sollen. Im Vergleich zu Coronazeiten ist das noch weniger und nur eine Trostpille. DGB-Chefin Fahimi forderte eine Verlängerung über 2 Monate hinaus.

Die Steuersenkung müsse aber auch den Tankkund:innen weitergereicht werden, so das Kabinett. Prinzip Hoffnung – mehr nicht! Und was ist mit Heizungen? SPD-Finanzminister Klingbeil ist mit seinem Vorschlag für eine Übergewinnsteuer v. a. bei der ehemaligen Shellmanagerin und heutigen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche aufgelaufen. Die wird nun noch von der Linkspartei hochgehalten, die ja landauf, landab mit der Pfaffenfloskel von sozialer Gerechtigkeit hausieren geht. Laut OECD sei die Steuer berechtigt bei Renditesteigerungen über 10 %. Die Regierung fordert ersatzweise die Einschaltung des Kartellamtes, dem die Ölkonzerne mehr Daten zur Verfügung stellen sollen, als hätte selbiges nicht bereits vor kurzem diesen Fall bereits bestätigt. Da Die Linke nicht benennt, wer denn darüber Kontrolle ausüben soll, mag sie sich vielleicht an die EU-Kommission wenden. Die prüft zurzeit dergleichen. Die Arbeiter:innenklasse taucht auch bei van Aken, Schwerdtner, Reichinnek und Co. nicht als politisches Subjekt auf, trotz aller Beschwörungen einer organisierenden Klassenpartei.

Nicht mit uns!

Klar ist: Einfaches Abwarten und Aussitzen sind nicht drin. Wenn wir nicht frieren und immer mehr bezahlen wollen, müssen wir auf die Straße gehen. Deswegen brauchen wir eine Massenbewegung gegen die Preissteigerungen, drohenden Schließungen und Entlassungen. Dabei müssen wir uns klar gegen Kriegspolitik und Aufrüstung stellen, die die Inflation befeuern. Um erfolgreich zu sein, reicht es jedoch nicht, nur auf die Straße zu gehen. Wir müssen unseren Protest auch in unsere Betriebe und Büros, Schulen und Ausbildungsstätten tragen. Dazu brauchen wir aber auch klare Ziele, klare Forderungen im Interesse der Masse von uns Lohnabhängigen!

  • Automatische Anpassung von Löhnen, Renten & Sozialleistungen an die Inflation!

Das Schreckgespenst der „Lohn-Preis-Spirale“ geht um. Man ruft uns zu Verzicht auf, zur Zurückhaltung und warnt davor, „in diesen Zeiten“ mehr zu fordern. Wir brauchen aber das Gegenteil! Eine automatische Anpassung der Löhne, Renten und Sozialleistungen an die Preissteigerung hat dabei mehrere Vorteile. Wir sind den Schwankungen des Marktes weniger stark ausgeliefert und alle Arbeiter:innen, ob beschäftigt oder nicht, ob alt oder jung brauchen eine solche Erhöhung ihrer Einkommen.

  • Kampf um höhere Löhne! Mindestlohn und Mindestrente von 1.600 Euro!

In den laufenden Tarifrunden wie in allen Betrieben ist es von großer Bedeutung, dass wir Forderungen nach vollem Inflationsausgleich und Wettmachen des Verzichts der letzten Jahre aufstellen. In allen Betrieben sollten die Gewerkschaften, Betriebsräte und Vertrauensleute dazu Versammlungen organisieren, um die Frage zu diskutieren, wie die Preissteigerungen wettgemacht werden können.

  • Bundesweite Deckelung der Preise für Mieten, Strom, Gas und Lebensmittel!

Um die weitere Steigerung der Preise zu verhindern, müssen sie gedeckelt werden. Zentral dabei ist, wer die Umsetzung des Deckels kontrolliert. Das können wir weder den Konzernen noch den Behörden überlassen, sondern das sollten wir Arbeiter:innen selber in Preiskontrollkomitees tun, damit unsere Interessen durchgesetzt werden.

  • Massive Besteuerung der großen Unternehmen und Vermögen!

Damit das klappt, müssen Unternehmen ihre Geschäftsbücher offenlegen. So können wir nachvollziehen, wer zu den Gewinner:innen der Krise gehört. Dabei sollten wir aber nicht stehenbleiben. Die Schere zwischen Arm und Reich wächst, und statt dem weiter stumm zuzusehen, müssen wir dem entgegenwirken. Wir brauchen daher eine massive Besteuerung von Kapital, Gewinnen und privaten Vermögen!

  • Die Verstaatlichung von Energiekonzernen unter Kontrolle der Lohnabhängigen!

Der freie Markt regelt – nichts. Zumindest nichts in unserem Interesse. Was wir deswegen brauchen, ist eine entschädigungslose Enteignung aller Unternehmen im Energiesektor, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Das verhindert auch die Preissteigerungen für Lohnabhängige und Kleinunternehmen und hilft, die Energiewirtschaft im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit umzustellen.

Wie setzen wir das um?

Klar: Auf die Straße gehen und protestieren statt frieren! Das Ganze kann aber nur erfolgreich sein, wenn wir eine Masse an Menschen ansprechen sowie über einen Plan verfügen, wie wir über Demos hinaus Druck aufbauen können. Das heißt:

a) Mehr Leute erreichen!

Wenn wir Erfolg haben wollen, brauchen wir eine Masse an Menschen. Um jene zu erreichen, die noch nicht überzeugt sind, sollten wir Vollversammlungen an den Orten organisieren, wo wir uns tagtäglich aufhalten müssen, wie Schulen, Unis und Betrieben. Wir brauchen Aktionskomitees dort und im Stadtteil, in denen diese Menschen aktiv werden können.

b) Organisationen in die Verantwortung bringen!

Einzelpersonen haben immer begrenzte Ressourcen. Wir fordern die Gewerkschaften, Die Linke, SPD-Gliederungen, die die Politik der Regierung nicht weiter mittragen wollen, und fortschrittliche Organisationen auf, sich zu einer bundesweiten Bewegung zusammenzuschließen. Dazu schlagen wir eine Aktionskonferenz vor, die gemeinsame Forderungen und Aktionen beschließt.

c) Demos alleine werden nicht reichen!

Wenn wir dauerhaft Druck erzeugen wollen, müssen wir dort ansetzen, wo es Regierung & Unternehmen wirklich trifft: bei den Profiten. Kurzum: Wir müssen bereit sein, für unsere Ziele diese anzugreifen, also zu streiken. Streik an der Schule, Uni und im Betrieb – das ist unsere Antwort auf ihre Politik!

d) Über die Grenzen hinaus denken, gemeinsam entscheiden!

Um erfolgreich zu sein, müssen wir unsere Aktionen bundesweit und international, vor allem in Europa, zusammenführen. Dazu brauchen wir als ersten Schritt europaweit koordinierte Aktions- und Streiktage, internationale Versammlungen und Konferenzen, die gemeinsame Forderungen und weitere Kampfmaßnahmen beschließen.

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