Arbeiter:innenmacht

Argentinien: Starke Mobilisierung beim Generalstreik gegen die Arbeitsreform am 19. Februar

Internationale Sozialistische Liga, Infomail 1304, 23. Februar 2026

Am frühen Donnerstagmorgen, dem Tag des nationalen Streiks, waren die Bahnhöfe komplett leer, es gab kaum Verkehr und die Beteiligung am Streik war hoch. Obwohl die CGT (argentinischer Gewerkschaftsbund) keine Mobilisierung durchgeführt hatte, gab es an mehreren Hauptzufahrtsstraßen zur Stadt Buenos Aires Anzeichen für Kampfhandlungen. Im Norden, auf der Panamericana-Autobahn, haben Arbeiter:innen verschiedener Unternehmen zusammen mit anderen Sektoren und der Linken eine Mobilisierung von der Fate-Reifenfabrik aus durchgeführt, um gegen die Schließung und mit einem anschließenden Streik zur Verteidigung ihrer Arbeitsplätze und gegen die Arbeitsreform zu protestieren. Dort waren zusammen mit der MST in der Linken Einheitsfront die gewählten Kongressabgeordneten Cele Fierro und Ingrid Urrutia anwesend.

Gleichzeitig kam es auf der Autobahn Buenos Aires–La Plata zu einer großen Blockade, angeführt von der Linken und anderen politischen Gruppen, die bestätigten, dass sie in einer riesigen Karawane zur Kreuzung 9 de Julio und Avenida de Mayo fahren würden. Diese Aktionen zeigen einen grundlegenden politischen Unterschied zum „Sonntagsstreik“, den die Führung der Gewerkschaft CGT vorgeschlagen hatte, und setzen dem einen von der Basis ausgehenden echten aktiven Streik entgegen, der den Widerstand organisiert.

Die Pueyrredón-Brücke war ein weiterer zentraler Punkt des Vormittags, wo die Aktionen weitergingen und es zu einem wichtigen Kampf gegen das repressive Vorgehen kam. Mitglieder der Präfektur und der Bundespolizei versuchten, gegen die Kolonnen der Arbeiter:innen vorzugehen. Die feste Entschlossenheit der kämpferischen Sektoren, sich an diesem Ort zu wehren, zwang die Sicherheitskräfte jedoch, sich vorübergehend zurückzuziehen. Die gewählte Abgeordnete der MST in der FIT-U, Ana Paredes Landman, ist zusammen mit Andrea Lanzette und anderen Vertreter:innen der ANCLA/MST vor Ort. Diese Demonstration der Stärke an den Zugängen ist der notwendige Motor, damit die parlamentarische Debatte im Kongress nicht hinter dem Rücken des Volkes stattfindet, und macht deutlich, dass die soziale Unzufriedenheit nicht zu Hause bleiben wird.

Angesichts der Sitzung, in der über die Abschaffung der Rechte der Lohnabhängigen abgestimmt werden soll, riefen wir vom MST in der FIT-U zu einer massiven Kundgebung um 12 Uhr mittags auf der Avenida de Mayo und 9 de Julio auf, an die eine riesige Demonstration des Kampfe wurde. Zusammen mit der Kolonne Cabildo Abierto, den Beschäftigten des Garrahan-Krankenhauses und mehreren Organisationen werden wir zum Kongress marschieren, um die vollständige Ablehnung des Gesetzes zu fordern. Wir sind überzeugt, dass wir nur gemeinsam, indem wir die Straßen erobern, und mit einem kontinuierlichen Kampfplan Mileis Reform und seinen gesamten Regierungsplan besiegen können. Es ist Zeit, die unabhängige Mobilisierung zu verstärken, um den Kapitulationspakt zu brechen, der im Parlament ausgeheckt wird.

Zu den Hintergründen

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