Antisemitismus. Eine marxistische Analyse

Wann:
14. Dezember 2019 um 18:00
2019-12-14T18:00:00+01:00
2019-12-14T18:15:00+01:00
Wo:
Dresden, Kurdischer Verein
Oschatzer Str. 26
Kontakt:
Gruppe ArbeiterInnenmacht
Antisemitismus. Eine marxistische Analyse @ Dresden, Kurdischer Verein

Antisemitismus. Eine marxistische Analyse

Mit Markus Lehner (ArbeiterInnenmacht; Autor von „Antisemitismus, Zionismus und die Frage der jüdischen Nation“)

In Zeiten „bedrohter Identitäten“, wie in der gegenwärtigen „Krise der Globalisierung“, gebiert der Kapitalismus reaktionäre Scheinlösungen mit ungeheuer aggressiven Potential – allen voran das Urbild aller rassistischen Ideologien, den Antisemitismus.
Gleichzeitig hat sich der Zionismus durch die aktuelle Entwicklung der israelischen Politik in einen immer reaktionäreren Nationalismus gewandelt, der starke Momente des Rassismus in sich aufgenommen hat – und im Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung weiter radikalisiert. Damit wird der berechtigte Kampf gegen den Antisemitismus verwirrt durch einen Missbrauch des Antisemitismus Vorwurfs, der gegen alle verwendet wird, die sich nicht bedingungslos hinter die Apartheid-Politik der israelischen Regierung stellen.

Der unheilige Schulterschluss von der „Neuen Rechten“ und Zionismus heute macht deutlich, dass wirklicher Kampf gegen den Antisemitismus zugleich in Abgrenzung zum Zionismus erfolgen muss. Die berechtigten Anliegen der vielfältigen jüdischen Gemeinschaften weltweit um Selbstbestimmung und Selbstschutz können nicht reduziert werden auf und vereinnahmt werden durch die herrschende zionistische Politik. Sie müssen in eine sozialistische, den Nationalismus überwindende Perspektive der Lösung ethnischer Konflikte gestellt werden für eine Welt, in der nicht nur jüdische Menschen zunehmend von „Diasporaisierung“ betroffen sind.
In diesem Zusammenhang muss die tatsächliche Position des revolutionären Kommunismus zur „nationalen Frage“ nicht nur gegen pseudolinke Strömungen wie die sog. „Anti-Deutschen“ verteidigt werden, sondern auch klar gegen deren stalinistische oder kulturalistische Entstellungen – letztlich bleiben Kommunismus und der bürgerliche Nationalismus Todfeinde!

Bei unseren Veranstaltungen werden Gäste aus der palästinensischen Solidaritätsarbeit sprechen, wir wollen ein gemeinsames Zeichen für Internationalismus und Solidarität setzen

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