Sondernummer der Neuen Internationale: Warum diese Ausgabe?

Redaktion, Neue Internationale Frauenzeitung, März 2013

Für uns als Gruppe Arbeitermacht ist Frauenunterdrückung kein „Nebenwiderspruch“. Wir wollen Frauen für unsere politischen Überzeugungen gewinnen und sie organisieren, um gegen alle Formen von Frauenunterdrückung zu kämpfen und dafür ihre Klassengenossinnen und -genossen zu mobilisieren. Das ist für uns eine wesentliche Aufgabe.

Die Krise zeigt deutlich, wie schnell formale Rechte abgeschafft oder zu reiner Makulatur werden.

Die Krise und die Sparmaßnahmen treffen Frauen härter als Männer. Dazu kommt, das Frauen historisch ohnehin besonderer Unterdrückung ausgesetzt sind: sexuell, in der Familie, durch die Doppelbelastung von Arbeit, Haushalt, Kindererziehung und die schlechtere Bezahlung in der Lohnarbeit.

Als Marxistinnen dürfen wir die Beantwortung der Frauenfrage nicht den Reformistinnen, Anarchistinnen oder Feministinnen überlassen.

Wir müssen die besondere Unterdrückung der Frauen hier und international auf die Tagesordnung setzen, wir müssen Chauvinismus und patriarchales Verhalten in der Gesellschaft – aber auch in linken Organisationen – bekämpfen und in der gesamten Arbeiterklasse für eine revolutionäre Perspektive eintreten, weil wir meinen, dass die Befreiung der Frau ohne Sozialismus unmöglich ist.

Wir wollen mit dieser Zeitung Themen, die besonders Frauen betreffen, ansprechen und unsere Politik gegen Kapital und Unterdrückung darstellen, um möglichst vielen Frauen einen Ausweg aus der Misere aufzuzeigen.

Die Artikel sind nicht alle neu, einige sind schon früher in unserer Zeitung „Neue Internationale“ gedruckt worden. Sie haben aber nicht an Aktualität verloren. Auch sind unsere Themen nicht mit dieser Zeitung erschöpft. Viele weitere findet ihr auf unserer Homepage www.arbeitermacht.de/Frauen.

Wir wollen auch zu den Diskussionen in der Linken Beiträge liefern. Wir halten es für wesentlich, den Feminismus von der proletarischen Frauenbefreiung abzugrenzen und die Unterschiede deutlich zu machen. Dazu haben wir hier einen Beitrag veröffentlicht. Nicht zuletzt möchten wir auch Jugendliche ansprechen. Denn erkämpfte Rechte der Gleichberechtigung müssen permanent verteidigt werden. Die aktuelle Politik zeigt, wie unsicher diese Rechte sind und wie sie ständig in Frage gestellt werden.

Im Kapitalismus wird es keine Gleichberechtigung geben, denn er beruht auf Spaltung und Ungleichheit. Nur der Kampf für den Kommunismus, nur die soziale Revolution wird allen Menschen gleiche Rechte garantieren. Daher: Keine Frauenbefreiung ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Frauenbefreiung!

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