Bericht: Internationalismustage der NAO-Berlin

Svenja Spunck, Neue Internationale 194, November 2014

Am  25. und 26. Oktober 2014 fanden in Berlin die „Internationalismustage“ der Neuen antikapitalistischen Organisation statt. Insgesamt nahmen fast 150 GenossInnen an beiden Tagen teil. Das Programm war eine interessante Mischung aus verschiedenen Workshops zu länderspezifischen Themen wie „Solidarität mit Rojava“, „Umgruppierung in Pakistan am Beispiel der Awami Workers Party“ und „Griechenland – die Erfahrung von Syriza und Antarsya“.

Die GenossInnen von REVOLUTION bereiteten eine Diskussion zur Jugendinternationale vor, und am Sonntag beschäftigten wir uns mit einem historischen Abriss der Situation vor 100 Jahren, zur Zeit des ersten imperialistischen Weltkrieges.

Einen Höhepunkt stellte die Podiumsdiskussion am Samstagabend dar, zu der VertreterInnen verschiedener internationaler Gruppen eingeladen waren, darunter Sergei Kirichuk von Borotba aus der Ukraine, Kostas Skordoulis von OKDE-Spartakos aus Griechenland und eine Genossin der PYD aus Kurdistan. Da jedeR von ihnen spannende, aber auch lange Einleitungsreferate hielt, diente das Podium hauptsächlich als Einstieg für die Debatten am folgenden Tag.

Besonders im Workshop zu Israel/Palästina, der von einem Genossen der Gruppe Arbeitermacht und einer Vertreterin des „Informationsdienstes für kritische Medienpraxis“ eingeleitet wurde, gab es eine ausführliche Debatte um die Ein- oder Zweistaatenlösung. Auch wenn dies ein Thema ist, das in der Linken wohl noch häufiger diskutiert werden wird und wir uns auch am Sonntag auf keine einheitliche Meinung geeinigt haben, werden wir weiterhin betonen, dass diese Frage vom Klassenstandpunkt aus beantwortet werden muss. Einem Apartheidstaat das Existenzrecht abzusprechen, ein Ende der rassistischen Unterdrückung der PalästinenserInnen zu fordern und offen die imperialistischen Interessen im Nahen Osten zu kritisieren, ist die Aufgabe jedes/r RevolutionärIn!

Größere Einigkeit herrschte über die NaO-Kampagne „Solidarität mit Rojava – Waffen für YPG/YPJ“, die so schnell wie möglich ausgeweitet werden soll. Gerade deshalb war es schön, am Wochenende einige Genossen aus dem gesamten Bundesgebiet zu sehen!

Insgesamt können wir auf ein sehr produktives Wochenende voller interessanter Debatten zurück blicken, wollen uns noch einmal ausdrücklich bei allen internationalen Gäste bedanken und freuen uns auf die nächste NaO-Veranstaltung, auf zu der wir wie immer alle Interessierten herzlich begrüßen werden!

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